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21. September 2003 UC-Hauptseite Forum Impressum Nr. 37 / 38. Woche

Desktop ohne Monitor

von Susanne Fiedler

Wer kennt sie nicht aus den Science-Fiction Filmen der Vergangenheit? - Die holographischen Computerprojektionen. Nicht nur Planeten wurden interaktiv in Raumschiffen dargestellt, in Oliver Stones Wild Palms war diese Medientechnik der Mittelpunkt der Miniserie. Sie spielte im Jahr 2007 und wenn die derzeitige Entwicklung so weitergeht, könnte die Vision dieser Technik dann tatsächlich Realität sein.

Die Firma IO2 Technology verwendet zwar nicht die Holographie, dennoch kann sie Bilder in der Luft erzeugen mittels der sogenannten Heliographie.

Die Technik kann für Fernseher, Videos, DVDs, Computer und Spielekonsolen eingesetzt werden. Über die Technik schweigt sich der Erfinder Chad Dyner aus. Die Firma gibt lediglich preis, dass die Luft über einem kästchenähnlichen Videoprojektor so modifiziert wird, dass Bilder erzeugt werden können.

Die Projektionen sind zwar nur zweidimensional, können aber wie ein normaler Monitor dreidimensionale Bilder darstellen. Durch die Art der Projektion in der freien Luft wird die Illusion der Dreidimensionalität verstärkt. Auch eine Interaktivität ist möglich, denn diese Projektionen haben Touchscreen-ähnliche Eigenschaften.
Futuristisch hören sich auch die Displaymöglichkeiten an. So kann das Bild zukünftig von vorne und von hinten betrachtet werden. Personen, die sich gegenüber sitzen, können auswählen, ob sie ein und dasselbe Bild sehen wollen oder das gleiche Bild zweimal, so dass keiner das Bild spiegelverkehrt sieht. Im Moment funktioniert nur der Diskretmodus, der wohl für Laien an wenigsten vorstellbar ist. Dabei ist das Bild nur von einer Seite sichtbar, bei einem Blickwinkel von 75 Grad in der Vertikale und 150 Grad in der Horizontalen. Von der Rückseite her ist die Projektion nicht sichtbar.
Weitere Visionen der Firma ist eine Drehbarkeit der Projektion und eine Skalierbarkeit der Bilder bis auf 150".

Im Moment sind diese Projektionen im 27"-Format und es gibt erst einen Prototyp. An 42"-Prototypen wird gearbeitet, die Ende Oktober bis Dezember in Lake Forest und Cambridge vorgestellt werden sollen. Derzeit seien die Projektionen noch nicht mit der Qualität von herkömmlichen vergleichbar, aber man arbeite daran.
Nach eigenen Aussagen haben schon eine Japanische Displayfirma und das US-Militär Interesse bekundet.

Auf ihrer Webseite bietet die Firma die Prototypen zum Verkauf an. Allerdings hat das Prototyp-Wunderkästchen seinen Preis: $ 22.500 plus Versandkosten, die Hälfte im Voraus zahlbar. In naher Zukunft sollen bis zu vier Prototypen pro Monat gefertigt werden.

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