Es war eine schwere Geburt für ein Produkt, das unter dem Namen T-DSL light schon vor mehr als einem Jahr für Furore gesorgt hatte. Denn schon im Sommer 2001 berichtete ich bei onlinekosten.de über den geplanten DSL-Anschluß mit verminderter Bandbreite.
Doch alles was wir ernteten war Unglauben, Spott, Gelächter und Vehöhnung. Speziell in den T-Online Newsgroups fielen Telekom-Jünger und T-Online Mitarbeiter über mich und meine Kollegen her und beschimpften und verlachten uns. Ich habe nie Stellung dazu bezogen in diesen Newsgroups, der Stil und die Menschen dort haben mich abgestoßen. Zugegeben hat es mich ein wenig betroffen gemacht, in welcher Art und Weise wir verunglimpft wurden. Doch alle mir vorliegenden Informationen sagten das genaue Gegenteil aus, von daher blieb ich letztlich gelassen und wartete ab.
Selbst Telekom-Pressesprecher Walter Genz wußte mich in Emails zu wiederlegen und leugnete das ab, was er jetzt stolz verkündete. Es ist eine späte Genugtuung die ich momentan empfinde liebe Leser, man möge sie mir verzeihen, aber ich bin auch nur ein Mensch. Es ist eine Genugtuung darüber, wie ein kleines Online-Magazin der großen Telekom auf die Füße getreten hat und sie eines ihrer angeblich bestgehüteten Geheimnisse "beraubte." Dumm nur daß nicht ich oder einer meiner damaligen Kollegen diesen "Diebstahl" begingen, es waren Telekom-Mitarbeitet selbst, die ganz offen über den neuen DSL-Zugang plauderten und diese Informationen bereitwillig weitergaben.
Ich will hier jetzt gar nicht weiter auf das neue Produkt eingehen, das haben andere Magazine bereits wesentlich ausführlicher getan, als ich es an dieser Stelle könnte. Was mir nur bleibt ist Äußerung vorzustellen, die ein Bekannter von mir auf die Ankündigung machte, daß TDSL light nun verfügbar sei. Sie lautet ganz lapidar: "Ich frage mich nur, warum das so lange gedauert hat. Ein technisches Proble war es doch nie." Ich denke dem ist nichts mehr hinzuzufügen.